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Kinderoper?! - Cool!
Mozart "Die Entführung aus dem Serail" zum Mitspielen
Am 4. Februar 2010 konnten die Klassen der 5. Jahrgangsstufe ein Gastspiel der besonderen Art in der Aula des Emmy-Noether-Gymnasiums erleben. Die Kinderoper Papageno, die extra aus der Opernmetropole Wien angereist war, gestaltete zusammen mit den jungen Zuschauern einen gut einstündigen Workshop zum Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ von W. A. Mozart. In dem Stück befinden sich Konstanze und Blonde, zwei englische Adelsdamen, und Pedrillo, ein spanischer Kammerdiener, in der Gefangenschaft des Bassa Selim, eines mächtigen und grausamen Herrschers in der Türkei. Osmin, ein grober und etwas einfältiger Wächter aus den Truppen des Bassa, ist damit beauftragt, auf die Gefangenen aufzupassen. Das ist jedoch gar nicht so einfach, als Belmonte, der Verlobte Konstanzes, in den Palast des Bassa eingeschleust wird und gemeinsam mit seinem Diener Pedrillo die Entführung der Gefangenen aus dem Palast plant. Mit einem Trick versuchen sie, Osmin auszuschalten – und der Plan scheint zu gelingen! Bereits auf halber Strecke zum rettenden Schiff werden sie jedoch überrascht… Die etwas zickige Blonde und der tölpelhafte Osmin wurden von professionellen Sängern der Kinderoper schauspielerisch und musikalisch sehr überzeugend dargestellt. Während die Original-Oper von W. A. Mozart fast 3 Stunden dauert, brachte das Ensemble eine gekürzte Bearbeitung mit zahlreichen lustigen Szenen auf die Bühne. So „knetete“ die feine Blonde den dicken Osmin während ihrer Arie „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“ auf sehr unsanfte Art und Weise auf einer Massageliege durch. Auch der Wildschwein-Rap, mit dem zu Beginn der Aufführung die Gattung des Rezitativs erklärt wurde, brachte die Zuschauer zum Lachen. Besonders interessant aber wurde die Vorstellung durch die Mitwirkung etlicher Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5a und 5d. Sie hatten sich gewissenhaft auf ihre Rollen vorbereitet, Schauspieltexte auswendig gelernt und die szenische Darstellung im Unterricht geübt. Die Kostüme, die die Kinderschauspieler von den Profis erhielten, sorgten zusätzlich für echte Theaterstimmung. Kurz vor der jeweiligen Aufführung wurden die Szenen gemeinsam geprobt. Die Vorstellungen liefen prima, und es zeigte sich so manches großartige, junge Schauspieltalent! Und selbst das Publikum, das der Vorstellung gebannt, heiter und sehr interessiert folgte, hatte eine Rolle: So huldigten alle gemeinsam dem Bassa als Janitscharenchor („Singt dem großen Bassa Lieder“). Das Gastspiel des Ensembles Papageno ermöglichte eine ungewöhnliche, unkomplizierte und altersgerechte Begegnung mit der Oper. Und so bestätigten anschließend zahlreiche Kommentare: „Kinderoper?! – Cool!“ T. Erhardt, StRin B i l d e r
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