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Musicalfahrt nach Stuttgart
Wicked - Die Hexen von Oz
Das SI-Centrum in Stuttgart ist für seine aufwendigen und faszinierenden Produktionen bekannt. So hat dort am 20. Januar 2010 das Musical „Wicked – Die Hexen von Oz“ auch 65 Besucherinnen und Besucher des Emmy-Noether-Gymnasiums begeistert! Zu Beginn des Stücks wird von der beliebten, „süßen“ Galinda verkündet, dass die „Böse Hexe des Westens“ tot sei („Keiner weint um Hexen“). Als die Frage aufkommt, ob sie diese böse Hexe Elphaba gekannt habe, beginnt Galinda, ihre gemeinsame Geschichte zu erzählen. Elphaba und Galinda stehen sich in dem Stück als Antagonistinnen gegenüber. Galinda ist schön, beliebt und will trotz ihrer nur mäßigen Leistungen im Hexeninternat später unbedingt aufsteigen. Elphaba hat eine grüne Hautfarbe und wird deshalb von ihren Mitschülern ausgegrenzt. Sie möchte ihre Zauberkunst für die Rechte der Tiere einsetzen, die im Land des Zauberers von Oz immer stärker beschnitten werden. Trotz aller Unterschiede freunden sich die beiden Hexen an. Als der mächtige Zauberer sie in sein Team holen und ihre Zauberkraft für die Manipulation seines Volks ausnutzen will, stellt sich die Kernfrage: Was ist richtig und was ist falsch? Was ist gut und was ist böse? Und auch der schöne Fiyero, der zwischen den beiden Freundinnen steht, muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen… Die Geschichte schürft inhaltlich tief und hinterfragt vor der scheinbar oberflächlichen Szenerie der Hexengeschichte grundlegende Wertebegriffe wie Freundschaft, Konsequenz, Demokratie und Freiheit. Sie scheut sich sogar nicht, den Zuschauer durch historische Anspielungen zu fordern. Die Handlung wird dabei jedoch mit atemberaubenden Bühnenbildern, liebevoll ausgearbeiteten Kostümen und geistreichen, schnellen Dialogen attraktiv und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Eine grüne Lichterkulisse von unzähligen LED-Pünktchen erhellt sogar Teile des Zuschauerraums, wenn die Hexen die grüne Smaragdstadt besuchen. Fliegende Affen toben über den Köpfen der Zuschauer und über der Bühne hängt ein riesiger, Rauch spuckender Drachenkopf mit rot funkelnden Augen, der mit seinem Fauchen den Saal erbeben lässt. Während der Vorstellung versetzt vor allem der zuckersüße Charme und die arrogante Überdrehtheit der Galinda das Publikum in Stimmung („Heiß geliebt“). Neben der hervorragenden schauspielerischen Leistung der Ensemblemitglieder kann man über den fantastischen, ergreifenden Gesang nur staunen. Elphabas Flucht („Frei und schwerelos“), bei der sie wie aus dem Nichts in einen Lichtkegel knapp unter der Theaterdecke aufsteigt, bildet das optisch wie musikalisch spektakuläre Finale des 1. Akts. Die Verabschiedung der Freundinnen („Wie ich bin“) und die Ahnung, dass sie sich nicht lebend wiedersehen werden, geht unter die Haut. Von Lachsalven über begeisterten Szenenapplaus bis zur Gänsehaut durchlebt das Publikum alle Facetten der Gefühlswelt im Musical. Dem Zuschauer wird eine fantastische Bühnenshow mit mitreißender Live-Musik geliefert, die bis zur letzten Sekunde spannend ist. Ein unvergessliches Erlebnis, das mehr Lust auf Musical macht! T. Erhardt, StRin B i l d e r
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